Ein grosser Erfolg für die Steuerzahler

Steuerzahler können sich freuen: Der Misstand be der Verrechnungssteuer konnte endlich korrigiert werden. Der Nationalrat hat in der Herbstsession die letzten Differenzen bereinigt und die Vorlage zum Verrechnungssteuergesetz, die aufgrund einer Motion von Daniele Schneeberger zustande kam, angenommen. Somit kann das revidierte Gesetz am 01. Januar 2019 in Kraft treten. In den letzten Jahren wurde die Verrechnungssteuer zu einer eigentlichen Strafsteuer, die Misstrauen gegenüber den Steuerzahlern gesät hat. Nationalrätin Daniela Schneeberger hat deshalb im Jahr 2016 eine Motion eingereicht, um den Misstand zu beheben. Ihre Forderungen wurden aufgenommen und nun von den beiden Räten gutgeheissen: Neu darf der Steuerzahler die Verrechnungssteuer auch nachträglich zurückfordern, sofern die Einkünfte oder Vermögen nicht vorsätzlich verschwiegen wurden. Die Neuregelung gilt rückwirkend für die Ansprüche, die seit dem 01. Januar 2014 entstanden sind, wenn darüber noch nicht rechtskräftig entschieden wurde. Wer also aufgrund eines Fehlers die Frist zur Rückerstattung verpasst hat, kann nun aufatmen. Gerade bei KMU kommt es vor, dass ein «Fehler» in der Deklaration entsteht, weil die Steuerbehörde die Bewertung ihrer Unternehmenswerte erst im Nachhinein korrigiert hat. Wegen eines solchen Versäumnisses ein Drittel der Vermögenserträge zu verlieren ist eine völlig unangemessene Strafe. Die neue Bestimmung in der Gesetzesvorlage ist gerecht und entspricht dem gesunden Menschenverstand. Der Schritt ermutigt zu wieder mehr Augenmass bei der Gesetzesarbeit. Grundsätzlich ist es wichtig, dass Regulierungen ehrliche Steuerzahler bevorzugen und sich nicht an den wenigen fehlbaren orientierten. Das neue Verrechnungssteuergesetz tritt am 01. Januar 2019 in Kraft.

Quelle: Treuhand Suisse Verbandsmitteilung 6/2018 Input, Seite 2.

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